Vertrauliche Geburt

Schwanger und keiner darf es erfahren?
Wir helfen.


Seit dem 01.05.2014 ist das Gesetz zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt in Kraft getreten. Auch wir beim Caritasverband für das Dekanat Zollern e.V. beraten zu diesem Thema.

Für die Vertrauliche Geburt geben Sie sich einen Vor- und Nachnamen als Pseudonym. Wir melden Sie unter diesem Pseudonym in der Klinik oder bei der Hebamme zur Geburt an. Wir fertigen mit Ihnen zusammen ein Schreiben an ("Herkunftsnachweis"), auf dem Ihre tatsächlichen persönlichen Daten stehen, die nur Ihre Beraterin kennt. Nach der Geburt wird der Umschlag mit dem Herkunftsnachweis an das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben in Köln geschickt und dort sicher aufbewahrt.

Ihr Kind wird in eine Pflegefamilie gegeben und nach einiger Zeit adoptiert. Bis zum Abschluss der Adoption können Sie Ihre Entscheidung, das Kind abzugeben, noch ändern. Sie müssen dazu Ihren Namen offen nennen. Das Jugendamt und das Familiengericht entscheiden dann, ob das Kind zu Ihnen zurückkehren kann.

Wenn das Kind 16 Jahre alt ist, kann es verlangen, den Inhalt des Umschlags („Herkunftsnachweis”) zu sehen. Es erfährt dann den richtigen Namen seiner Mutter.

Wenn Sie aus besonders wichtigen Gründen nicht wollen, dass das Kind Ihren Namen erfährt, können Sie sich frühestens 15 Jahre nach der Geburt an uns oder eine andere Schwangerschaftsberatungsstelle wenden. Will das Kind dennoch Ihren Namen erfahren, entscheidet das Familiengericht darüber. Die Beratungsstelle berät und begleitet Sie in dieser Zeit, wenn Sie es wünschen.

Weitere Informationen:


www.geburt-vertraulich.de
Caritasverband für das Dekanat Zollern e.V. • Gutleuthausstraße 8 • D-72379 Hechingen
Fon +49 (0)7471 9 33 20 • Fax + 49 (0)7471 93 32 32 • E-Mail: info(at)caritas-hechingen.de